November 5, 2009
Ich war nochmal kurz da. Bei Second Life. Das erste Mal seit dem 15. Mai 2007. Da wo ich die zweite Welt nach einem mittelmäßigen Konzert des chinesischen Superstarpianisten Lang Lang verlassen hatte - mitten auf einer Insel mit dem mittelprächtigen Namen Pangäa. Immer noch trug ich meine kleinen weißen spitzen Stiefel, dazu eine sehr tief geschnittene enge schwarze Hose, krauses Haar, eine Nerd-Brille und einen Linden-Dollar Guthaben. Ich war vollkommen allein auf dieser gottverlassenen Insel. Ein Hubschrauber auf dem Dach einer Villa. Ein leerer Pool, ein leerer Strand, eine leere Villa mit einem Hund namens Canuck, der mit dem Schwanz wedelt, irgendwann bellt und offenbar genau so hier vergessen wurde wie ich. Türkiser Marmor soll das unter meinen Füßen wohl sein, das Bild einer nackten Schönheit an der Wand. Eine Art Cembalo, das von alleine spielt. Ich geh runter zum Strand, gehe weiter ins Wasser, hier kann man atmen, Quallen sind da, es geht nicht weiter in die Tiefe, schon wieder dieser blöde Hund, was macht der hier? Was machen wir hier? Unter Wasser. Ein Herbstlaubbaum verliert Blätter, die langsam zu Boden schweben. Ich reihe mich ein, schwebe mit, schwebe über dem Boden, stehe in der Luft, stehe im Raum, starre in die Sonne, das Meer macht Geräusche, das Licht bricht sich und ich bin allein. Allein auf einer virtuellen Insel in einer virtuellen Welt in einem Netz von Maschinen die mit Drähten verbunden sind.

Ich war nochmal kurz da. Bei Second Life. Das erste Mal seit dem 15. Mai 2007. Da wo ich die zweite Welt nach einem mittelmäßigen Konzert des chinesischen Superstarpianisten Lang Lang verlassen hatte - mitten auf einer Insel mit dem mittelprächtigen Namen Pangäa. Immer noch trug ich meine kleinen weißen spitzen Stiefel, dazu eine sehr tief geschnittene enge schwarze Hose, krauses Haar, eine Nerd-Brille und einen Linden-Dollar Guthaben. Ich war vollkommen allein auf dieser gottverlassenen Insel. Ein Hubschrauber auf dem Dach einer Villa. Ein leerer Pool, ein leerer Strand, eine leere Villa mit einem Hund namens Canuck, der mit dem Schwanz wedelt, irgendwann bellt und offenbar genau so hier vergessen wurde wie ich. Türkiser Marmor soll das unter meinen Füßen wohl sein, das Bild einer nackten Schönheit an der Wand. Eine Art Cembalo, das von alleine spielt. Ich geh runter zum Strand, gehe weiter ins Wasser, hier kann man atmen, Quallen sind da, es geht nicht weiter in die Tiefe, schon wieder dieser blöde Hund, was macht der hier? Was machen wir hier? Unter Wasser. Ein Herbstlaubbaum verliert Blätter, die langsam zu Boden schweben. Ich reihe mich ein, schwebe mit, schwebe über dem Boden, stehe in der Luft, stehe im Raum, starre in die Sonne, das Meer macht Geräusche, das Licht bricht sich und ich bin allein. Allein auf einer virtuellen Insel in einer virtuellen Welt in einem Netz von Maschinen die mit Drähten verbunden sind.

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